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Stimmen Sie ab bei der Wahl zu den „Leichtathleten des Jahres“ 2022

von | Dez 14, 2022 | Vorstand

Die letzten internationalen Medaillen des Leichtathletik-Jahres sind verteilt. Jetzt heißt es: Ehre, wem Ehre gebührt! Wir suchen in sechs Kategorien Deutschlands „Leichtathleten des Jahres“ 2022. Und dafür brauchen wir Sie: Stimmen Sie für Ihre Favoritinnen und Favoriten ab und bestimmen Sie damit die Top Drei des Jahres, aus denen eine Experten-Jury die Siegerinnen und Sieger kürt!

Im Leichtathletik-Jahr 2022 ging es Schlag auf Schlag. Mehr als zehn internationale Meisterschaften prägten in den Altersklassen von der U18 bis zu den Masters den Wettkampf-Kalender. Für viele ebenso emotional wie unvergesslich: die Heim-EM in München! Am Ende der Saison ist es nun Zeit, noch einmal diejenigen Athletinnen und Athleten in den Fokus zu rücken, die uns alle am meisten begeistert haben. Und so rufen die Redaktionen der Fachzeitschrift „Leichtathletik“ sowie des Internetportals leichtathletik.de und der Vorstand der FREUNDE wie in jedem Jahr zur Wahl der „Leichtathleten des Jahres“ auf!

Abgestimmt werden kann in sechs Kategorien: Gesucht werden die „Leichtathletin des Jahres“ und der „Leichtathlet des Jahres“ in der Aktiven-Altersklasse. Die besten Talente in den Kategorien weibliche Jugend und männliche Jugend. Sowie die Helden der Altersklassen-Wettbewerbe der Seniorinnen und Senioren.

Neuer Wahlmodus: Publikumswahl für die Top Drei mit anschließendem Jury-Entscheid

In einer Publikumswahl auf leichtathletik.de können Sie mitbestimmen, welche Athletinnen und Athleten es aus einer Liste von bis zu zehn Nominierten in die Top Drei je Kategorie schaffen. Erstmals entscheidet anschließend eine Jury über die Reihenfolge der Top Drei. Sie setzt sich zusammen aus Vertreter:innen der FREUNDE, der Zeitschrift „Leichtathletik“, dem DLV-Leistungssport und dem Referat Sportentwicklung sowie den Athletensprecher:innen der Senioren und Aktiven.

Teilnahmeschluss für die Online-Abstimmung ist der 31. Dezember 2022. Anfang Januar werden zunächst die Top Drei je Kategorie veröffentlicht. Die „Leichtathleten des Jahres“ präsentieren wir Ihnen wenig später ebenfalls noch im Januar.

Text: Silke Bernhart (leichtathletik.de)

Hier gehts zur Abstimmung

Leichtathletin des Jahres 2022 – Die Nominierten
  • Miriam Dattke (24, LG Telis Finanz Regensburg) – Das Lauftalent fühlt sich einfach auf allen langen Distanzen, ob Cross, Straße oder Bahn, zu Hause. Das Jahr 2022 „widmete“ Miriam Dattke jedoch besonders ihrem Durchstarten auf der Marathon-Distanz. Im Februar in Sevilla vollendete sie ihren ersten gefinishten Marathon in starken 2:26:50 Stunden und qualifizierte sich damit für die EM. In München, erst ihr zweiter Marathon, holte sie dann sogar fast eine Medaille: 2:28.52 Stunden bedeuteten Rang vier – hauchzart hinter der gleich schnellen Niederländerin Nienke Brinkman. Eine kolossale Ernte für die „Einsteigerin“, zumal sie damit das deutsche Team zu Marathon-EM-Gold führte.
  • Neele Eckhardt-Noack (30, LG Göttingen) – Die beste deutsche Dreispringerin flog in diesem Jahr so weit wie nie zuvor. Bei der EM-Qualifikation in München sprang die gebürtige Niedersächsin 14,53 Meter weit und ging in die Geschichtsbücher ein. Mit ihrem Weltklassesprung setzte sie sich auf Platz neun der internationalen Jahresbestenliste für 2022 und auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste. Im EM-Finale sprang die 30-Jährige 14,43 Meter und verpasste das Treppchen um zwei Zentimeter.
  • Saskia Feige (25, DHfK Leipzig) – Die Leipziger Medizinstudentin machte 2022 enorme Schritte nach vorne. Die WM-Norm sicherte sich die 20-km-Geherin im tschechischen
    Poděbrady Anfang April und blieb dabei erstmals unter 1:30 (1:29:57 h). In Eugene bei Temperaturen über 30 Grad zeigte sie ihr großes Stehvermögen und erreichte als sechstbeste Europäerin in 1:32:13 Stunden das Ziel. Dann folgte ihr großer Coup bei der Heim-EM in München: In neuer PB von 1:29:25 Stunden und sogar in Schlagweite zu Silber holte sie sich die Bronzemedaille – ihr bis dato größter Triumph!
  • Hanna Klein (29, LAV Stadtwerke Tübingen) – Hanna Klein feierte 2022 ein Jahr voller Erfolge. Sie gewann die Deutschen Meisterschaften und belegte bei der EM in München Platz fünf über 1.500 Meter. Mit persönlicher Bestleistung von 8:48,73 Minuten lief sie die 3.000 Meter bei der Hallen-WM in Belgrad. Bei den Commonwealth Games im Mai in Birmingham lief sie mit 14:51,71 Minuten über 5.000 Meter die zweitbeste deutsche Zeit des Jahres und sortierte sich in der ewigen deutschen Besten-liste mit Rang drei auf dem Treppchen ein.
  • Konstanze Klosterhalfen (25, TSV Bayer 04 Leverkusen) – Verletzungsbedingt hatte Konstanze Klosterhalfen die erste Saisonhälfte verpasst. Dann fing sie sich kurz vor der WM in Eugene eine Corona-Infektion ein, sodass ihr Auftritt in ihrer Wahlheimat Oregon noch enttäuschend verlief: Die Leverkusenerin schied über die 5.000 Meter bereits im Vorlauf aus. Doch in München folgte dann „Kokos“ große Show: In 14:50,47 Minuten krönte sich die 25-Jährige zur Europameisterin über 5.000 Meter, nachdem sie zuvor über die doppelte Distanz nur denkbar knapp am Podium vorbeigelaufen war. Zudem rannte Klosterhalfen 2022 im Halbmarathon auf Rang zwei der ewigen deutschen Bestenliste.
  • Gina Lückenkemper (26, SCC Berlin) – In München krönte Gina Lückenkemper ihre bisherige Karriere: In einem Herzschlag-Finale setzte sich die Berlinerin im Fotofinish gegen die Schweizerin Mujinga Kambundji durch – eine Zeit von 10,99 Sekunden bedeuteten den überraschenden EM-Titel und Lückenkempers zweites Rennen unter der 11-Sekunden-Marke, nachdem sie bereits bei ihrem DM-Sieg im Juni knapp die zehn vor dem Komma stehen hatte. Auch mit der 4×100-Meter-Staffel erlebte sie ein unvergessliches Jahr: Sensationell gewannen Lückenkemper & Co. Bronze bei der WM in Eugene, in München feierten sie EM-Gold
  • Lea Meyer (25, ASV Köln) – Sowohl in der Halle als auch im Freien steigerte Lea Meyer Anfang des Jahres ihre Bestzeiten und schnappte sich in Berlin bei den DM den Titel über 3.000 Meter Hindernis. In Eugene folgte dann ein Rückschlag: Im WM-Vorlauf stürzte sie in den Wassergraben und verpasste das Finale. Doch Meyer gelang mehr als nur Wiedergutmachung, in München stürmte sie in persönlicher Bestzeit von 9:15,35 Minuten zur EM-Silbermedaille und katapultierte sich zudem auf Rang zwei der ewigen deutschen Bestenliste.
  • Malaika Mihambo (28, LG Kurpfalz) – Malaika Mihambo machte 2022 auf Anhieb da weiter, wo sie als Olympiasiegerin im vergangenen Jahr aufgehört hatte. Drei Siege binnen acht Tagen und eine Top-Weite von 7,09 Meter in Birmingham bedeuteten einen traumhaften Saisonauftakt. Bei den DM untermauerte Mihambo mit dem Titel ihre Ambitionen, ehe sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene für die einzige deutsche Goldmedaille sorgte: Mit 7,12 Meter schaffte sie die Titelverteidigung. In München gewann sie bei der Heim-EM schließlich Silber – nur wenige Tage nach ausgestandener Corona-Infektion eine weitere Weltklasse-Leistung.
  • Kristin Pudenz (29, SC Potsdam) – Auch 2022 warf Kristin Pudenz den Diskus wieder weiter als im Vorjahr. Die Silbermedaillengewinnerin von Tokio bestätigte ihr Weltspitzenniveau bereits bei den DM mit neuer PB (67,10 m) und galt auch für die WM als eine der wenigen DLV-Medaillenkandidatinnen. Den letztlich enttäuschenden 11. Platz von Eugene machte sie wenige Wochen später bei der EM in München vergessen. Sie stellte mit 67,87 Meter erneut eine PB auf und holte sich mit nur acht Zentimetern Rückstand auf die kroatische Titelabonnentin Sandra Perkovic die Silbermedaille.
  • Claudine Vita (26, SC Neubrandenburg) – Die Neubrandenburgerin war eine der wenigen deutschen Athleten, die bei der WM glänzen konnten. Obwohl nur Vierte bei den DM, wurde sie aufgrund ihrer erfolgreichen Saisonleistung als dritte Diskuswerferin für den globalen Wettbewerb nominiert. Im Finale landete sie schließlich auf einem tollen fünften Rang, nachdem ihr bereits im Vorkampf eine neue PB mit 64,98 Meter gelungen war. Diese toppte sie bei der Heim-EM in München sogar noch um 22 Zentimeter und bescherte sich mit 65,20 Meter ihren bisher größten Karriere-Erfolg: die EM-Bronzemedaille.

Leichtathlet des Jahres 2022 – Die Nominerten
  • Joshua Abuaku (26, LG Eintracht Frankfurt) – Joshua Abuaku sorgte 2022 für ein Fotofinish der Superlative. Bei der EM in München verpasste er über 400 Meter Hürden mit persönlicher Bestzeit von 48,79 Sekunden um eine Hundertstelsekunde das Treppchen. Zwei Wochen später toppte er seine Bestmarke beim ISTAF in Berlin und lief in 48,55 Sekunden auf den dritten Platz. Mit dieser Zeit sprang der gebürtige Oberhausener nicht nur an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste, sondern sicherte sich den sechsten Rang in der ewigen deutschen Bestenliste.

  • Joshua Hartmann (23, ASV Köln) – Das Jahr 2022 war ein erfolgreiches für Joshua Hartmann. Nachdem er sich in 20,41 Sekunden zum Deutschen Meister über die 200 Meter gekürt hatte, setzte er bei der EM in München ein weiteres Ausrufezeichen. 20,33 Sekunden bedeuteten nicht nur eine neue persönliche Bestleistung für den 23-Jährigen, sondern auch die schnellste 200-Meter-Zeit des Jahres in Deutschland. Mit dieser lief er bei der EM auf Rang 5 – als erster deutscher 200-Meter-Finalist seit Jürgen Evers in Stuttgart 1986, der damals Silber gewann.

  • Niklas Kaul (24, USC Mainz) – Es war einer der ganz großen EM-Momente 2022, als Niklas Kaul im Rund des Münchner Olympiastadions zum Endspurt ansetzte: Im abschließenden 1.500-Meter-Lauf kam der Mainzer Zehnkämpfer mit einer Bestzeit von 4:10,04 Minuten als Erster ins Ziel – und überholte den bis dato gesamtführenden Simon Ehammer noch. Mit dem EM-Triumph krönte der Weltmeister von 2019 eine aufregende Saison. Nach Verletzungen sowie einer durchschnittlichen WM (Platz 6) nimmt Kaul Platz acht (8.545 Punkte) der Weltjahresbestenliste ein

  • Christopher Linke (34, SC Potsdam) – Ein schwieriges Jahr nahm für den Geher doch noch die Wende zum Guten: Nachdem sein Auftritt bei der WM in Eugene nicht von Erfolg gekrönt war (u.a. wegen eine Coronainfektion), hatte Christopher Linke bei der EM mehr Fortune, als er über die 35 Kilometer als Zweiter ins Ziel kam. Der 34-Jährige zählt schon länger zur Weltspitze, doch erst jetzt konnte er dies mit einer internationalen Medaille versilbern. Linke holte sich 2022 auch den Titel als Deutscher Meister (35 km), was ihm schließlich die EM-Teilnahme ermöglichte.

  • Bo Kanda Lita Baehre (23, TSV Bayer 04 Leverkusen) – Der gebürtige Düsseldorfer war in diesem Jahr Deutschlands bester Stabhochspringer. Mit der neuen persönlichen Bestleistung von 5,90 Meter wurde er Deutscher Meister, weltweit sprangen 2022 nur vier Athleten höher als der 23-Jährige. Bei der WM in Eugene erreichte er mit 5,87 Metern den siebten Platz. Der Höhepunkt folgte bei der Europameisterschaft: Lita Baehre sicherte sich mit 5,85 Meter hinter dem schwedischen Ausnahmekönner Armand Duplantis die Silbermedaille.

  • Sam Parsons (28, LG Eintracht Frankfurt) – Mittel- und Langstreckenläufer Sam Parsons schrammte bei den Deutschen Meisterschaften mit einer Zeit von 13:43,48 Minuten über die 5.000 Meter nur 0,32 Sekunden am Sieg vorbei und gewann Silber. Bei der WM lief er mit 13:24,25 Minuten deutlich schneller und qualifizierte sich für die Endrunde. Im Finallauf war die internationale Konkurrenz jedoch zu stark, und er landete in 13:45,89 Minuten auf dem 15. Platz. Bei der EM in München steigerte er sich auf 13:30,38 Minuten und belegte den sechsten Rang.

  • Tobias Potye (27, LG Stadtwerke München) – Der Hochspringer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Nach dem Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft übersprang er bei den Freiluft-Titelkämpfen in Berlin die magische Marke von 2,30 Meter und stellte damit auch eine neue persönliche Bestleistung auf. Dies brachte ihm natürlich auch Gold ein, allerdings teilte er sich den Sieg mit Mateusz Przybylko. Sein Meisterstück machte Potye aber bei den Europameisterschaften in München: In seiner Heimatstadt gewann der 27-Jährige mit 2,27 Meter überraschend die Silbermedaille.

  • Richard Ringer (33, LC Rehlingen) – Wer als erster deutscher Marathonläufer Gold bei einer Europameisterschaft gewinnt und damit Historisches erreicht, gehört zweifelsfrei in diese Liste. In einem sehr anstrengenden Rennen bei hohen Temperaturen sorgte der 33-Jährige bei der Heim-EM in München für eine echte Überraschung, als er im Schlussspurt den lange führenden Maru Teferi (Israel) abfing und in 2:10:21 Stunden als Erster über den Zielstrich lief. Dazu gab es noch Silber in der Mannschaftswertung. Der vielfache Deutsche Mittel- und Langstreckenmeister feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.

  • Julian Weber (28, USC Mainz) – Als langjährige Nummer zwei im deutschen Speerwurf ging Julian Weber in die Saison – und beendete sie eindrucksvoll als neue Nummer eins. Bei der WM in Eugene blieb der 28-Jährige noch auf Distanz zur Weltspitze, doch bei der EM schrieb Weber sein ganz persönliches Sommermärchen: Mit 87,66 Meter holte er sich Gold im vierten Versuch – der größte Erfolg in seinem Sportlerleben. Dazu schraubte der Deutsche Meister von 2022 seine persönliche Bestleistung im Juni auf 89,54 Meter.

  • Oleg Zernikel (27, ASV Landau) – Der 27-jährige Stabhochspringer musste sich bei den Deutschen Meisterschaften im Juni in Berlin mit 5,70 Meter nur Bo Kanda Lita Baehre geschlagen geben. Bei der WM in Eugene drehte Zernikel den Spieß um und landete mit 5,87 Meter vor Lita Baehre auf Platz fünf. Der gebürtige Kasache hatte damit seine persönliche Bestleistung aus dem vergangenen Jahr um sieben Zentimeter gesteigert und zugleich die weltweit siebtbeste Höhe eines Stabhochspringers 2022 erzielt.


Jugend-Leichtathletin des Jahres 2022 – Die Nominierten
  • Curly Brown (Diskuswurf; Eintracht Frankfurt) – Was bedarf es, um im Diskuswurf erfolgreich zu sein? Können. Kraft. Technik. Vielleicht auch Talent. Aber mindestens ebenso wichtig ist der Glauben. Der Glauben an sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten und Ziele. Mit dieser mentalen Stärke beeindruckte die erst 16-jährige Curly Brown bei der U18-Europameisterschaft in Jerusalem (Israel). Bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft kratzte sie bereits in der Qualifikation mit 49,99 Metern an den magischen 50 Metern. „Die werfe ich im Finale“, kündigte sie an. Und setzte diese Ankündigung auch direkt im ersten Final-Wurf um. 50,64 Meter. Eine Weite, die keine andere Athletin an diesem Tag werfen konnte. In Frankfurt trainiert Curly Brown in einer Trainingsgruppe mit Marius Karges und Trainer Bastian Otto, dem Nachwuchs-Trainer des Jahres, der erst seit Herbst des vergangenen Jahres als Landestrainer Wurf im HLV in der Leichtathletik aktiv ist.

  • Johanna Göring (Hochsprung; SV Salamander Kornwestheim) – Den 2021 eingeschlagenen Erfolgsweg geht Johanna Göring weiter. Vergangenes Jahr sprang sie mit 16 Jahren 1,92 Meter – so wie einst im selben Alter Ulrike Meyfarth bei ihrem Olympiasieg vor 50 Jahren in München. Auch 2022 überquerte Johanna Göring die prestigeträchtige 1,90-Meter-Marke. Das gelang ihr bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Damit landete sie auf Platz zwei der deutschen Frauen-Hallenbestenliste. Nur Imke Onnen (Hannover 96) war vier Zentimeter besser. Im Sommer absolvierte Johanna Göring vier Wettkämpfe mit 1,85 Metern und mehr. Den höchsten Sprung zeigte sie bei der U18-EM in Jerusalem, als sie mit 1,88 Metern hinter der späteren EM-Dritten von München Angelina Topic (Serbien) Silber gewann.

  • Hawa Jalloh (100 m Hürden; Wiesbadener LV) – Wenn eine U20-Athletin schon mit der deutschen Spitze der Frauen mithalten kann, dann ist das zumeist ein Zeichen dafür, dass ein großes Talent heranwächst. So auch im Fall von Hawa Jalloh: Die Wiesbadenerin wurde in der Halle über 60 Meter Hürden DM-Dritte in der Aktivenklasse. Eine der ersten Gratulantinnen: die einstige Vize-Weltmeisterin und Deutsche Hallenmeisterin Cindy Roleder. Noch bemerkenswerter sind die Leistungen von Hawa Jalloh jedoch, wenn man sie im U20-Vergleich betrachtet. Denn mit 13,23 Sekunden gelang ihr bei der Jugend-DM in Ulm die schnellste deutsche Zeit dieser Altersklasse seit zehn Jahren. Und in der Weltbestenliste der U20 stürmte die 19-Jährige auf Platz sieben. Sogar noch zwei Plätze weiter nach vorne ging es bei der U20-WM in Cali, wo Hawa Jalloh nervenstark Rennen in 13,30, 13,33 und 13,36 Sekunden ablieferte und Fünfte wurde. Apropos mentale Stärke: Damit wird sich die Hessin in Zukunft auch aus wissenschaftlicher Sicht beschäftigen, denn nach dem Abitur hat sie sich für ein Psychologie-Studium entschieden.

  • Jada Julien (Hammerwurf; LAC Erdgas Chemnitz) – Zumeist dauert es eine Weile, bis im Wechsel von der U18- zur U20-Altersklasse auch der Wechsel zu den höheren Wurfgewichten gemeistert ist. Jada Julien stellte die Umstellung vom 3-Kilo- auf den 4-Kilo-Hammer aber vor keine großen Probleme – im Gegenteil: Schon am 3. Mai ließ sie ihr Wurfgerät deutlich über die 60-Meter-Marke segeln. Und drei Tage später flog ihr Hammer gar auf 65,90 Meter! Nur eine U20-Athletin kam weltweit noch weiter als die Chemnitzerin, die im kommenden Jahr für den LV 90 Erzgebirge starten wird. Und in Deutschland war es die beste Weite einer U20-Athletin seit 22 Jahren. Dabei hat Jada Julien ein weiteres Jahr in der U20 und damit 2023 die U20-EM vor sich. Es ist bereits ihre Zweite nach 2021, als sie noch mit 56 Metern in der Qualifikation ausgeschieden war. 2022 warf sie bei der U20-WM schon auf einem ganz anderen Niveau, legte die zweitbeste Qualifikationsweite hin und wurde im Finale Sechste.

  • Jolanda Kallabis (2.000 Meter Hindernis; FT 1844 Freiburg) – Sie sorgte in diesem Jahr für so manche Sternstunde. Jolanda Kallabis räumte im Sommer bei der U18-EM in Jerusalem den Titel über 2.000 Meter Hindernis ab und verbesserte im September in Trier gar die Weltjahresbestleistung über diese Strecke. 6:07,72 Minuten – eine Zeit, die die 17-Jährige selber überraschte. Und doch kündigte sie direkt nach ihrem Fabelrennen an, dass dies vorerst ihr letztes Rennen über die Hindernisse gewesen sein soll. Der Hintergrund: Ab dem kommenden Jahr warten die 3.000 Meter Hindernis auf ihre Altersklasse, dafür fehle ihr noch die Grundlage. Der Schwerpunkt soll in naher Zukunft auf den 800 Metern liegen. Eine Strecke, über die Jolanda Kallabis in diesem Sommer bereits starke 2:04,65 Minuten anbieten konnte – das war Platz vier in Europa bei den U18-Jährigen. Das Kapitel Hindernisse soll aber nicht für immer geschlossen bleiben, zumal ihr Nachname auch mit dieser Strecke in enger Verbindung steht. Ihr Vater Damian Kallabis hält seit 8:09,48 Minuten den deutschen Rekord über 3.000 Meter Hindernis und war 1998 Europameister. Doch Jolanda Kallabis möchte ihre eigene Geschichte schreiben.

  • Anna Gräfing Keyserlingk (Dreisprung; LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) – Die Saison von Anna Gräfing Keyserlingk begann mit einem Paukenschlag: Gold bei der Jugend-Hallen-DM mit 13,37 Metern – Platz zwei der Welt in der U20 und die beste deutsche U20-Weite seit 2009, als Kristin Gierisch die deutsche U20-Hallen-Bestleistung auf 13,66 Meter geschraubt hatte. Auch im Freien konnte die „Gräfin“ – die im Übrigen deutlich lieber auf ihre sportlichen Leistungen als auf ihren Adelstitel angesprochen wird – in der Folge überzeugen. Viermal überbot sie die 13-Meter-Marke, dreimal davon kam sie weiter hinaus als bei ihrer Bestleistung des Vorjahres. Und der beste Sprung des Sommers gelang ihr, als es drauf ankam: bei der U20-WM in Cali. Mit 13,26 Metern wurde Anna Gräfin Keyserlingk dort Fünfte, lediglich vier Zentimeter fehlten zu den beiden vor ihr liegenden Athletinnen, die beide auf 13,30 Meter flogen.

  • Janne Ohrt (Stabhochsprung, MTSV Hohenwestedt) – Schon im Alter von 17 Jahren schwang sich Janne Ohrt über bemerkenswerte 4,10 Meter. Zwei Jahre sollte es dauern, bis sie auf diese Marke weitere Zentimeter draufpacken konnte – und das genau zur rechten Zeit. Im Jahr der U20-WM stellte sie gleich im ersten Freiluft-Wettkampf der Saison diese Bestmarke ein, packte in einem weiteren Wettkampf noch mal fünf Zentimeter drauf. Und wuchs in Cali über sich hinaus! Mit 4,30 Metern und damit höhengleich mit der zweitplatzierten Chiara Sistermann (TSV Gräfelfing) gewann die Schleswig-Holsteinerin die Bronzemedaille und sorgte damit für eine der vielleicht größten Überraschungen im deutschen Team. Die Höhenflüge kommen jedoch nicht von ungefähr: An ihrer Seite weiß sie mit Sabine Schulte eine einstige Top-Stabhochspringerin, die schon die diesjährige Deutsche Meisterin Anjuli Knäsche einst zu internationalen Nachwuchs-Meisterschaften geführt hatte.

  • Serina Riedel (Siebenkampf; TSV Zeulenroda) – Schon im Alter von 17 Jahren legte Serina Riedel ein Versprechen für die Zukunft ab – und Zeugnis über ihren großen Kampfgeist: Seit 2020 ist sie im Besitz der deutschen U18-Bestleistung im Siebenkampf. Nachdem sie im vergangenen Jahr bei der U20-EM noch knapp am Podium vorbeigeschrammt war, konnte sie in diesem Jahr bei der U20-WM groß auftrumpfen: Mit 5.874 Punkten feierte die 19-Jährige in Cali die Silbermedaille. Dafür, dass diese positive Entwicklung sich auch in Zukunft fortsetzt, hat Serina Riedel längst die Weichen gestellt. In Kienbaum absolviert sie eine Ausbildung für Spitzensportler bei der Bundespolizei und tritt damit in die Fußstapfen von zahlreichen deutschen 6.000-Punkte-Athletinnen, zum Beispiel der ehemaligen Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer oder U23-Talent Lucie Kienast.

  • Chiara Sistermann (Stabhochsprung; TSV Gräfelfing) – Deutsche Jugendmeisterin in der Halle und im Freien. Dazu U20-Vizeweltmeisterin als Krönung. Hinter Stabhochspringerin Chiara Sistermann liegt eine scheinbar perfekte Saison 2022 – dabei stand zu Beginn des Sommers aufgrund einer Fußverletzung noch ein großes Fragezeichen über ihrer WM-Teilnahme. Umso bemerkenswerter, dass die 18-Jährige nach einer Bestleistung in der Halle auch im Freien ebenso hoch kam, nämlich jeweils über 4,30 Meter. Chiara Sistermann steigerte ihre Bestleistung aus dem Jahr 2021 damit um fünf Zentimeter. Die Gräfelfingerin, die ihre Leistungssportkarriere in jungen Jahren als Turnerin begann, brachte ihre Top-Leistung 2022 genau zum richtigen Zeitpunkt: Im Finale der U20-WM in Cali meisterte sie gleich im ersten Versuch 4,30 Meter. Dieser Sprung war Silber wert.

  • Sandrina Sprengel (Siebenkampf; LG Steinlach-Zollern) – Die bisherige Entwicklung von Sandrina Sprengel kennt nur eine Richtung: steil bergauf! Unter Anleitung von Florian Bauer hat sie sich in der starken Gruppe von Baden-Württembergs Nachwuchs-Mehrkämpfern Jahr um Jahr gesteigert und in diesem Jahr ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert: In Leverkusen knackte sie mit 6.015 Punkten erstmals die 6.000er Marke – und das im ersten U20-Jahr! Es ist elf Jahre her, dass eine deutsche 18-Jährige besser war: Sara Gambetta 2011 beim Gewinn von U20-EM-Gold. Weltweit sammelte nur eine U20-Athletin in diesem Jahr mehr Punkte als Sandrina Sprengel, die auch mit herausragenden Einzelleistungen wie 6,37 Metern im Weitsprung und 1,81 Metern im Hochsprung glänzen kann. Schließlich folgte bei ihrer internationalen Premiere auch die erste internationale Medaille: Etwas angeschlagen erkämpfte sich die 18-Jährige Bronze bei der U20-WM.


Jugend-Leichtathlet des Jahres 2022 – Die Nominierten
  • Max Dehning (Speerwurf; TSV Bayer 04 Leverkusen) – Im Speerwurf können 100 Gramm ganz schön ins Gewicht fallen. Denn exakt um 100 Gramm wird der Speer im Wechsel von der männlichen U18- in die U20-Klasse schwerer. Max Dehning stellte der Umstieg nicht vor Probleme. Mit 79,13 Metern kratzte der Leverkusener mit dem 800-Gramm-Speer schon im ersten U20-Jahr an der 80-Meter-Marke. Auch bei den Saisonhöhepunkten glänzte der 18-Jährige. Sowohl bei den Deutschen U20-Meisterschaften im Sommer als auch bei den Winterwurfmeisterschaften war er nicht zu schlagen. Außerdem sicherte sich der Leverkusener die Silbermedaille bei der U20-WM in Cali. Das Speerwurf-Talent bei den Dehnings liegt übrigens in der Familie: Marie, ein Jahr älter, warf 2022 den Speer auf 51,99 Meter. Ein absoluter Top-Wert für eine Siebenkämpferin.

  • Amadeus Gräber (Mehrkampf; SV Leonardo-da-Vinci Nauen) – Vier Mehrkämpfe absolvierte er 2022, vier Mal ging er als Sieger vom Platz. Amadeus Gräber trumpfte in diesem Jahr derart auf, dass sich in Deutschland niemand Sorgen um den Mehrkampf-Nachwuchs machen muss. Bereits im Januar sicherte er sich den U18-Titel bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften, es folgte ein Sieg beim prestigeträchtigen Meeting in Filderstadt, ehe er sich in Jerusalem sensationell zum U18-Zehnkampf-Europameister krönte. Der Titel bei den Deutschen U18-Meisterschaften im Zehnkampf kurz darauf war dann nur noch Formsache. Mit 7.824 Punkten baute er in Halle/Saale außerdem seine unangefochtene Führung an der Spitze der U18-Weltjahresbestenliste aus.

  • Georg Harpf (Kugel/Diskus; LG Stadtwerke München) – 20,66 Meter. Mit dieser Weite katapultiert sich Georg Harpf (LG Stadtwerke München) in diesem Jahr auf Platz zwei in der U18-Weltjahresbestenliste der Kugelstoßer. Drei weitere 20-Meter-Stöße gelingen dem 17-Jährigen 2022 – einem davon bei den U18-Europameisterschaften in Jerusalem (Israel), der ihn über Silber jubeln lässt. Kurz darauf krönt er sich bei der U18-DM zum nationalen Champion. Doch wenngleich das Kugelstoßen seine große Stärke ist, bewies Georg Harpf auch im Diskuswurf seine Klasse. Bei der U18-Winterwurf-DM Anfang des Jahres triumphierte er gar.

  • Marius Karges (Diskuswurf; Eintracht Frankfurt) – Der deutsche Diskuswurf – in der männlichen U20 ist er absolute Weltklasse. Platz eins bis drei der Welt werden in dieser Disziplin in diesem Jahr von DLV-Athleten belegt. Doch einer, der ragte in diesem Sommer im entscheidenden Moment besonders heraus. Der Frankfurter Marius Karges hatte bei der U20-WM in Cali (Kolumbien) die besten Nerven und setzte sich mit 65,55 Metern im Finale gegen den Weltrekordler und Weltjahresbesten Mika Sosna (TSG Bergedorf) durch. Das perfekte Finale einer besonderen Saison, hatte der 19-Jährige im Februar beim U20-Winterwurf doch erst seinen ersten DM-Titel überhaupt gewonnen. Im Mai schraubte er den deutschen Rekord in seiner Altersklasse vorübergehend auf 69,97 Meter, damit liegt er auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste. Die Begeisterung für den Sport ist ein Familiending, wobei der Fokus eher auf einer anderen Sportart liegt. Seine Geschwister spielen Fußball, sein Cousin Marvin Friedrich ist gar Bundesliga-Profi bei Borussia Mönchengladbach.

  • Tizian Lauria (Kugelstoßen; VfL Sindelfingen) – Bronze gewonnen, nicht Gold verloren: Bei seiner ersten internationalen Meisterschaft überhaupt holte Kugelstoßer Tizian Lauria im Sommer bei der U20-Weltmeisterschaft in Cali direkt seine erste Medaille. Mit 20,55 Metern fehlten dem als Weltjahresbestem nach Kolumbien gereisten Lauria lediglich drei Zentimeter zu Silber. Der Athlet des VfL Sindelfingen war vor seiner Zeit als Kugelstoßer begeisterter Turner und profitiert bis heute von der dort erlernten Beweglichkeit auch im Kugelstoßring. Dieses gute Körpergefühl sieht der 19-Jährige als eine seiner Stärken an, neben seiner Schnelligkeit und der guten Auffassungsgabe für die komplexen Bewegungsabläufe seiner Disziplin.

  • Nils Leifert (Hürdensprint; LAC Quelle Fürth) – Nils Leifert (LAC Quelle Fürth) sorgte in Jerusalem für die erste deutsche Medaille bei U18-Europameisterschaften über 110 Meter Hürden überhaupt. Nachdem er bereits im Vorlauf und im Halbfinale so schnell wie nie zuvor in seiner Karriere gelaufen war, stürmte der 17-Jährige im Finale schließlich mit neuer Bestzeit von 13,60 Sekunden zu Bronze und rief damit genau zum richtigen Zeitpunkt sein Potential ab. Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm ließ er nur wenige Tage später Silber folgen.

  • Steven Richter (Kugel/Diskus; SV Halle) – Im Kugelstoßen und Diskuswurf ist der deutsche Nachwuchs mit Tizian Lauria (VfL Sindelfingen) sowie Mika Sosna (TSG Bergedorf) und Marius Karges (Eintracht Frankfurt) so stark besetzt, dass die Weltklasse-Leistungen mancher Athleten dahinter fast unterzugehen scheinen. Steven Richter ist zwar „nur“ die deutsche Nummer zwei und drei mit Kugel und Diskus, dafür punktet er in beiden Disziplinen mit konstant starken Leistungen auf absolutem Weltniveau. Während er im Kugelstoßen auf Rang fünf in der U20-Weltjahresbestenliste rangiert, liegt er im Diskuswurf auf Platz drei. Bei den Deutschen U20-Winterwurfmeisterschaften krönte er sich im Januar mit der Kugel zum Deutschen Meister, mit dem Diskus gelang ihm dies im Sommer bei den Titelkämpfen der U23. Diese Vielseitigkeit bringt ihm die Nominierung zum Nachwuchs-Athleten des Jahres ein.

  • Mika Sosna (Diskuswurf; TSG Bergedorf) – Im Juni holte Mika Sosna zum großen Wurf aus. Erst steigerte der 19-Jährige den deutschen U20-Rekord auf 67,84 Meter. Zehn Tage später segelte der 1,75-Kilo-Diskus noch deutlich weiter. In Schönebeck steigerte der Hamburger den U20-Weltrekord (dessen Ratifizierung allerdings noch aussteht) auf 71,37 Meter. Um die Leistungen einzuordnen: Den bis zu dieser Saison gültigen deutschen U20-Rekord steigerte Mika Sosna 2022 um fünf Meter. Nach überstandener Verletzung gewann der Hamburger bei der U20-WM Silber hinter seinem Teamkollegen Marius Karges (Eintracht Frankfurt). Auch mit dem Männer-Diskus konnte der Hamburger 2022 mit 61,94 Metern bereits überzeugen. Die Top-Form hat auch Auswirkungen aufs Training von Mika Sosna: Der Sportplatz in Bergedorf war nicht groß genug für seine weiten Würfe. Darum musste der Hamburger für Wurfeinheiten auf die Jahnkampfbahn ausweichen.

  • Benedikt Wallstein (Sprint/Weitsprung; Gothaer Leichtathletik-Centrum) – Benedikt Wallstein setzte gleich zu Beginn des Jahres ein Ausrufezeichen – und seinen Namen in die Geschichtsbücher. In 21,26 Sekunden verbesserte er in Erfurt die vier Jahre alte deutsche U18-Hallen-Bestleistung von Daniel Regenfuß (LG Langen) um satte 16 Hundertstel. Und auch in der Folge ritt der 17-Jährige auf der Erfolgswelle. Bei der U18-EM in Israel durfte er über 100 Meter über Bronze jubeln, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften über Gold auf der 100- und der 200-Meter-Distanz. Doch der Nachwuchs-Athlet, der Usain Bolt als sein Vorbild angibt, gilt nicht nur im Sprintbereich als großes Talent. Bei der Jugend-DM holte er sich im Weitsprung seinen dritten Titel des Wochenendes. International rangiert er mit 7,50 Metern auf Platz sieben der U18-Weltjahresbestenliste.

  • Frederick Weigel (Gehen; SC Potsdam) – In den frühen Morgenstunden des 7. Juli dieses Jahres zeigte er sich hellwach: Frederick Weigel übernahm bei der U18-EM in Jerusalem im 10.000 Meter-Bahngehen vom Startschuss weg die Führung. Zwischenzeitlich war er der Verfolgergruppe um satte 25 Sekunden enteilt, ließ sich dann jedoch auch vom schmelzenden Vorsprung nicht aus der Ruhe bringen und konnte in der finalen Phase sogar noch einmal beschleunigen. Schneller als seine 44:01,60 Minuten war in den bisherigen zwei Ausgaben der U18-EM kein Geher gewesen. Der Europameistertitel war das krönende Highlight der Saison des 17-Jährigen. Und auch auf nationaler Ebene war der Potsdamer nicht zu schlagen. So wurde er sowohl Deutscher U18-Meister über 5.000 Meter auf der Bahn als auch über 10 Kilometer auf der Straße.

Portraits: Fachzeitschrift Leichtathletik & leichtathletik.de

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