Stabhochsprung-Camp
(Pole Vault Youth Camp)

Zielgruppe:

  • Athletinnen und Athleten U16 und deren Heimtrainer

Ziel des Projekts:

  • Theoretische und praktische Kenntnisse verbessern

Maßnahmen:

  • Wochenendcamp mit gemeinsamen Training

Projektverantwortliche:

  • DLV (Bundes-Nachwuchstrainer Christine Adams und Stefan Ritter)

FREUNDE-Ansprechpartner:

portrait_middelPeter Middel
Telefon: 0231 416237
E-Mail: pmiddel@aol.com

Die diesjährige Auflage des Deutschen Leichtathletik Verbandes „Pole Vault Youth Camp`s“ konnte wieder zahlreiche Athlet*innen sowie Heimtrainer*innen aus ganz Deutschland begrüßen.

FREUNDE fördern den Stabhochsprung

Dank der partnerschaftlichen Unterstützung durch die FREUNDE der Leichtathletik e.V.  konnte eine Verwirklichung am Bundesstützpunkt Potsdam zustande kommen. Auch der AOK Nord-Ost, Sportgeräte Hersteller Vennekel und Siebdruckmanufaktur Pulver&Blei sei gedankt.

Das Camp setzte an Trainingsgrundlagen, weiterführenden Trainingsinhalten und speziellen Methoden an. Alle Teilnehmer*innen konnten sich an entsprechenden Stationen und Übungen ausprobieren. Laufkoordination, Springen mit flexiblem und starrem Stab, Schwungelemente an Reck und Tau, Techniksprünge an der Anlage, Einstich/Absprung und Turnen waren hier Elemente des Programms.

Praxis und Theorie im Einklang gestalteten das Camp

Ergänzt wurden die praktischen Übungsreihen durch theoretische Vorträge und Gruppengespräche.  Trainingsprozesse, Videoanalysen, Stabherstellung/Materialbeschaffenheit sowie Einblicke in die Trainingssteuerung von der U18 Youth Olympic Games Goldgewinnerin Leni Freyja Wildgrube, hatten hier ihren Schwerpunkt.

So konnte der Deutsche Leichtathletik Verband im Rahmen der drei Tage viele, neue, und interessante Stabhochsprunggesichter beim Training beobachten. Trainerkolleg*innen sowie Athletengruppen hatten die Chance sich neu zu orientieren, fortzubilden und für ein erfolgreiches Stabhochsprungjahr 2019 vorzubereiten.

Die FREUNDE fördern den Stabhochsprung

Der DLV hatte zusammen mit den FREUNDEN für Anfang Dezember 2017 Nachwuchsathleten und ihren Trainern angeboten, an einem Jugendcamp für Stabhochsprung in Zweibrücken teilzunehmen. Eingeladen waren die Altersklassen U14 und U16 mit mindestens einem Jahr wettkampforientiertem Training. Das Camp war ein voller Erfolg!

Mehr als 50 Bewerbungen von Stabhochspringerinnen und -springern gingen ein, sodass die in Wettkämpfen erzielten Höhen über eine Teilnahme entscheiden mussten. Nur 30 Mädchen und Jungen konnten nach Zweibrücken reisen, die jeweils 75 Euro beizusteuern hatten; für ihre Trainer war die Teilnahme kostenlos.

Das Camp war dreitägig und bestand aus Praxis- und Theorieteilen. Auf dem Plan standen typische Trainingsinhalte eines Stabhochspringers: Techniktraining, Turnen und Aufrollkraft. Aber auch disziplinübergreifende Stabilisation und Lauf-Koordination wurden praktiziert. Ein besonderes Highlight für die Nachwuchsathleten und ihre Trainer waren die Einheiten mit Bundestrainer Andrei Tivontchik und dessen Vorträge über Leistungsentwicklung und Biomechanik im Stabhochsprung.

Koordiniert wurde das Camp vor Ort von Alexander Gakstätter, der als hauptamtlicher Trainer des LAZ Zweibrücken auch Nachwuchsbundestrainer der weiblichen U20-Stabhochspringerinnen ist; er erntete für die optimale Organisation großes Lob. Bundestrainerin Christine Adams wurde unterstützt von Marvin Caspari (Bayer Leverkusen), Toralf Neumann (SC Potsdam) und Olaf Hilker (LG Lippe Süd).

 

Bericht 2016: Stabhochsprung-Camp in Leverkusen

Der Stabhochsprung ist eine akrobatische Übung, bei der in Bruchteilen einer Sekunde viele Bewegungsabläufe miteinander koordiniert werden müssen. Diese komplexe Disziplin sollte man somit nur unter der Anleitung erfahrener Trainer erlernen. Daher führte der Deutsche Leichtathletik-Verband ein dreitägiges Stabhochsprung-Camp in Leverkusen durch, an dem 26 junge Stabis mit ihren Heimtrainern teilnahmen. Unterstützt wurde die Maßnahme von den „FREUNDEN der Leichtathletik“.

„Ohne deren Hilfe hätten wir diesen Lehrgang gar nicht durchführen können. Daher möchten wir uns ganz herzlich bei den FREUNDEN bedanken“, erklärte DLV- Trainerin Christine Adams zum Abschluss der dreitägigen Schulungsmaßnahme. Das Programm, das die frühere fünffache deutsche Stabhochsprungmeisterin zusammen   mit ihrem Trainer-Kollegen Stefan Ritter konzipiert hatte, war vollgepackt mit Praxis, Theorie und vielen Einzelgesprächen. Das praktische Training bestand aus einem angeleiteten Technik-Training, einer Laufschulung mit und ohne Stab, Turnen sowie einer Technik- und Videoanalyse. Auch Männer-Bundestrainer Jörn Elberding führte verschiedene praktische Übungen mit den Youngstern durch und gab zahlreiche Tipps.

Die Voraussetzungen waren ideal. So standen den jungen Springerinnen und Springern im Alter von 12 bis 16 Jahren vier Anlagen zur Verfügung- zwei im Freien und zwei in der Halle. Das Hotel Fück lag in unmittelbarer Nähe der Fritz-Jacobi-Anlage, so dass es keine Zeitverluste durch lange Anfahrten gab. Mit zum Gelingen des Camps hat auch das gute Spätsommerwetter beigetragen, das viele Praxisübungen im Freien ermöglichte.

Die zweite FdL- Vorsitzende, Hanne Ziemek, schaute am ersten Tag des Camps   bei den jungen Höhenjägern vorbei und zeigte sich begeistert:  „Alle waren mit großem Eifer bei der Sache. Ihnen standen mit Christine Adams und Stefan Ritter zwei absolute Fachleute zur Seite. Als FREUNDE haben wir das Geld bei diesem Camp auf jeden Fall recht gut angelegt.“

Der westdeutsche U26-Meister im Stabhochsprung, Aaron Thieß (LC Solbad Ravensberg), bereute nicht, dass er für seine Teilnahme am Camp, seinen Start bei den zeitgleich stattfindenden westfälischen U16-Meisterschaften in Hagen sausen ließ. „Es war unwahrscheinlich cool, “ freute sich Aaron, „sich mit den anderen Springern, die man sonst nur von Wettkämpfen kennt, einmal drei Tage lang austauschen zu können. Durch die frühzeitige Förderung können wir Fehler rechtzeitig vermeiden. Mir hat daher das Camp sehr viel gebracht.“

Die Maßnahme stand auf einem recht hohen Niveau, denn alle Springerinnen und Springer hatten bereits bei Wettkämpfen die Höhe von drei Metern und mehr gemeistert. Die Bewerbungen von zehn Jungen und Mädchen, die lediglich eine Bestleistung knapp über zwei Meter aufzuweisen hatten, mussten leider abgelehnt werden.

Wer im Stabhochsprung erfolgreich sein möchte, muss Spaß an komplizierten Bewegungsabläufen, denn Sprint- und Sprungfähigkeiten reichen nach Aussage von Christine Adams allein nicht aus.

Sven Schilling, Turntrainer beim TSV Bayer Leverkusen, führte daher mit den Talents stabspezifische Boden- und Rückübungen durch. „Es braucht nicht unbedingt ein Doppelsalto mit Schraube zu sein, aber ein gewisses turnerisches Niveau ist absolut erforderlich. Bei unserem Camp war ich überrascht von der guten Beweglichkeit der Teilnehmer“, berichtete Christine Adams. Sie zog in diesem Zusammenhang einen Vergleich zu ihrem Training beim TSV Bayer Leverkusen zog. Dort erscheinen manchmal Jungen und Mädchen, die Stabhoch springen wollen und keine Rolle rückwärts beherrschen. Die frühere 4,66m-Springerin will die turnerischen Qualitäten allerdings nicht überbewerten: „Ich habe lieber einen Springer, dem ich das Turnen beibringen soll als einen Super-Turner dem ich das Laufen und Springen vermitteln muss.“

Do-it-Yourself- Methoden sind im Stabhochsprung   wegen des hohen Risikos weniger angebracht. „Daher haben wir auch die Heimtrainer, die keine Kosten zu tragen brauchten, mit nach Leverkusen eingeladen, denn wir benötigen auch Fachleute in den kleineren Vereinen. Nur Bildchen anschauen und dann springen, ist keine gute Idee, denn es schleichen sich sehr schnell Fehler ein und es wird dann richtig gefährlich. Wenn ich sehr weit weg wohne von einem Verein, der Stabhochsprung betreibt, wird es wohl nichts damit. Ich mache auch keine Hammerwurf-Gruppe auf, weil ich keine Ahnung vom Hammerwerfen habe“, betonte Christine Adams.

Die Ex-Höhenjägerin vertritt die Meinung, dass ein Stabhochsprung-Trainer möglichst über eigene Sprungerfahrungen verfügen sollte, denn so er kann er sich besser in die komplizierten Bewegungsabläufe dieser Disziplin hineinversetzen. Ein Problem bilden für die jungen Talente die Stäbe, die mit den Jungen und Mädchen „mitwachsen“ müssen. Wenn ein Verein nicht über einen entsprechenden Stabpool verfügt, stößt ein Springer sehr schnell an seine Grenzen. 350 Euro kostet ein einfacher Stab. Nach oben gibt es kein Limit.

Daher freuen sich die jungen Stabis über jegliche Unterstützung, denn ohne die Hilfe von außen müssen sie auf Höhenflüge verzichten. Ihr großer Dank gilt daher auch den FREUNDEN, ohne deren Beitrag das Stabhochcamp 2016 nicht zustande gekommen wäre.

(Bericht: Peter Middel)

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